Alle Jahre wieder steht das große Reinemachen der Bekleidung an. Heute sind es mal wieder die Helme.

Hierfür gibt es allerlei Helferlein, die jedoch manches Mal nur dem Hersteller etwas nützen. So zum Beispiel Helmpolsterreiniger. In einer der bekannten und beliebten Zubehörketten kamen wir auf das Gespräch Polsterreinigung der Helme. Der “Berater” riet uns zum Helmpolsterreiniger. Diesen gibt es unter anderem als Schaum. Einfach auf die Polster sprühen, maximal 5 Minuten einwirken lassen und mit einem feuchten Tuch abwischen. Fertig!

Von wegen fertig. Die Polster sahen nach 5 Minuten Einwirkzeit und nach genauer Einhaltung der Gebrauchsanweisung genauso aus wie vorher. Auch geruchsmäßig (was nach einem Jahr Tragen, gerade bei Hitze und entsprechendem Schwitzen ja normal ist) waren die Polster genau wie vor der Behandlung.

Fazit: das Helferlein Polsterreiniger für Helme mag Testsieger bei diversen Motorradzeitschriften sein, bei uns ist das Produkt als GRUND-Reiniger gnadenlos durchgefallen. 👎

Also bleibt uns nur unsere “haben wir immer so gemacht”-Methode ☝, heißt Polster ausbauen, ab in einen Eimer mit handwarmem Wasser und flüssigem Waschmittel und ordentlich einweichen.

Nach dem Einweichen gibt es noch den manuellen Waschgang, bevor die Polster in einen zweiten Eimer mit klarem Wasser ausgewaschen und anschließend gut ausgedrückt in der Sonne getrocknet werden. Die Alternative wäre die Polster in der Waschmaschine zu waschen. Aber für die geringe Menge machen wir die nicht extra an.

Die Zeit der Trocknung nutzen wir für die Aussenreinigung der Helme. Ein alter Baumstumpf dient dabei als “Huthalter”. Mit ganz normalen Haushaltsreiniger machen wir uns neues Wasser und reinigen damit den Helm von außen. Dabei achten wir natürlich darauf, dass kein Wasser in das Helminnere gelangt, im Styropor des Helms macht sich Wasser nicht so gut. Man bekommt es, wenn es erst einmal zwischen der Schale und dem Styroporkern dazwischen gelangt ist nicht so leicht wieder trocken. Daher den Helm am Besten immer hinstellen und nur von oben nach unten reinigen.

Aber auch hier gibt es Alternativen:

Einfach eine Zeit lang ein nasses Tuch oder ein nasses Küchentuch auf das Visier legen. Damit bekommt man zumindest die ganzen Insekten gelöst, die sich im Laufe der Fahrt auf dem Visier angesammelt haben (funktioniert auch tadellos auf dem Windschild des Motorrads). Anschließend trocken reiben und das Visier von innen und außen mit Glasreiniger behandeln. Dennoch, für den Einsatz für unterwegs hat sich der Visierreiniger bewährt und bekommt von uns somit eine klare Kaufempfehlung. Übrigens nicht die Sonnenblende vergessen, die ist, zumindest bei mir, immer verschmutzter als bei Bea, da ich IMMER mit offenem Visier fahre.

Zum guten Schluss,werden die getrockneten Innenpolster wieder korrekt eingesetzt. Danach hat man einen komplett innen und aussen gereinigten Helm.

Unser Tipp: Wer keinen Zweithelm zum Fahren hat, sollte solche Reinigungen dann an einem Tag durchführen, an dem er sowieso nicht fahren würde. Denn die Polster brauchen sehr lange zum Trocknen. Aber der Aufwand lohnt sich: Deine Nase und der Durchblick werden es Dir danken. 😊