Projekt Beschreibung

 – 2.Etappe –

von Besancon nach Saint-Paul-lès-Romans

Der heutige Tag versprach noch heißer zu werden als der Gestrige. Wie gut, dass wir jeder den Airzip dabei hatten, die Dinger sind einfach Gold wert👍  .
Nach dem tollen Frühstück sind wir so um kurz nach 9.00 Uhr ab auf die Piste. Zuerst einmal 50 km Nationalstrasse, doch dieses Mal nicht als fahrendes Hindernis, sondern als “Mitschwimmer”. Ok… Tempo 100 km/h in Frankreich ist echt die Schmerzgrenze des bezahlbaren, aber wenn man genug Einheimische vorbei fahren lässt, kann man gewiss sein, in keine Radarkontrolle zu geraten. Die wissen, wo die Blitzer und Laserkontrollen stehen, hoffentlich 😊
Unser erstes Zwischenziel war die Weinstadt Arbois im Jura, geprägt vom Weinanbau. Doch der Ort ist auch bekannt für einen großen Physiker und Mikrobiologen des späten 19. Jahrhunderts, Louis Pasteur. Ein paar Spaßvögeln war das, ihm gesetzte Denkmal, dann wohl doch zu ernst und wurde mit einem Pylonen verziert. Wir finden, es steht ihm. 😊
Denkmal von Louis Pasteur in Arbois
Nach weiteren 40 km auf besagter Straße Richtung Süden fiel mir ein Satz von einer Freundin ein, die sich etwas kritisch über unsere Reisen geäußert hatte. Teils aber zu Recht. Manches Mal fuhren wir wirklich nur die geplanten Routen ab, ohne einen “richtigen” Abstecher fernab der Planung zu unternehmen.  Diese (lieb gemeinte) Kritik hatten wir zum Anlass genommen und wollten ab sofort auch mehr links und rechts über unseren Touren-“rand” hinaus schauen. Sightseeing abseits der Route war somit ab heute angesagt. ☝📸
Unser Ziel war das Dorf “Baume-les-Messieurs” mit seinem historischen Ortskern, einem kleinen Fluss mittendurch und einer riesigen Felskante über dem Dorf.  Dort gab es auch eine tolle Ecke zum Pausieren, die wir in der Wiese liegend dankend angenommen hatten👍😊. Warum gerade dieser Ort? Wie in der EU so üblich sind sehenswerte Ort mit braunen Wegweisern ausgeschildert. Und diesen sind wir nun einfach mal gefolgt und sollten es nicht bereuen. Nach einer ausgiebigen Pause mit Fotos und kleinem Sightseeing am Fluss machten wir uns wieder auf den Weg. Wir hätten gern noch mehr von diesem Ort gesehen, aber der war so mit Touristen überrannt, dass wir dann doch die Flucht angetreten sind.. Somit ging es zurück auf die ursprüngliche Route.
Der Weg zur Route führte uns durch einen weiteren beschaulichen Weinort zurück auf die Fernstrasse 73, die uns durchs “Alpenvorland” führte. Satte Wiesen soweit das Auge sehen konnte, sanfte Erhebungen und leicht geschwungene Strassen. Ach einfach herrlich. Man konnte landschaftlich durchaus einen Vergleich mit dem Allgäu ziehen… Eben einfach nur schön aber unendlich weitläufig. WAHNSINN👍👍 😊.
Der Hunger meldete sich und wir suchten uns ein schönes Plätzchen für eine weitere Pause. Auf einer Wiese mit, am Rande stehenden, großen Schatten spendenden Bäumen, machten wir Halt und kramten unsere Kaffeeküche, sowie die Campingstühle aus. ☕☕
Pause in der Wiese - Saarland Adventures
Nach der ausgiebigen Kaffee-, Essens- und Fotopause machten wir uns auf die 150 km lange Schlußetappe des heutigen Tages bis nach “Saint-Paul-en-Royan”.
Hier hatten wir ein tolles B&B gefunden, in dem sogar die Qalle einen Parkplatz im Innenhof bekommen hat 👍. Es ging noch kurz in den nächsten Ort in den Supermarkt, bevor wir es uns auf dem Balkon unseres Zimmers gemütlich machten und den Abend bei Bier, Cola-Bier, Camembert und Baguette ausklingen ließen. 👍
☝☝☝☝☝ Mooooment bitte noch ☝☝☝☝☝
Es gab leider auch ein paar negative Dinge auf dieser Reise zu berichten….
Heute zum Beispiel hat permanent die GoPro gesponnen. Sie wollte sich partout nicht mit ihrer Fernbedienung einlassen und hatte anfangs nur Fotos gemacht. Dann ist mir irgendein unbekanntes Brummobjekt in den Ärmel geflogen. Schnell war ich an die Seite gefahren, hab Bea vom Sozius Sitz gescheucht, und die Jacke von mir gerissen… Ging für mich und den Brummer noch mal gut aus. Bei der Gelegenheit wollte Bea ihr Halstuch ausziehen. Immerhin hatten wir 30 Grad. Leider vergaß sie, dass sie ihre Systemkamera um den Hals hatte und warf diese versehentlich auf den Boden. Fazit: Objektiv Schaden 🥺. Die Cam können wir vergessen 😥. Bei der zweiten Pause ist eine der ActionCams runtergeflogen, aus uns völlig unerklärlichen Gründen und hat einen Displayschaden davon getragen. Aber zumindest nimmt sie noch auf. Dann hatten wir unsere Campingstühle ausgepackt und erst jetzt gemerkt, dass bei einem Stuhl eine Stange der Rückenlehne fehlte.. war ziemlich ungemütlich….. Aber auch so etwas passiert auf Reisen.
Dennoch: Was eine Schei… 🤦‍♂️
Zu guter letzt wollten wir was essen gehen, also sind wir auf Futtersuche gegangen. Nur essen die Franzosen später als wir… Und kein Restaurant in der Nähe hatte geöffnet. Und wenn, war es so proppevoll, dass uns das zu viel war. Glücklicherweise gibt das Ladenschlussgesetz in Frankreich viel mehr her, als bei uns und somit sind wir in den nächsten SPAR Markt und haben unser Abendessen gekauft ☺️.
Morgen wird es dann ernst, denn wir haben die “richtigen” Berge vor der Türe. Es geht dann endlich hoch zum Combe Laval und auf die “Route”. Wir sind echt aufgeregt ☺️.
Das wird ne Bilderflut, verlasst euch drauf  😁