Projekt Beschreibung

2018 wollte Bea unbedingt mit ihrer eigenen GS nach Schottland, einmal die sagenumwobenen Highlands hautnah erleben. Unserem Abenteuer “Schottland in 10 Tagen” schlossen sich zwei liebe Freunde an, Manuela und Klaus. Sie begleiteten uns auf ihrer Honda NT 700 V “Deauville”. Der erste Tag begann morgens um 6.00 Uhr auf den Bikes. Über Luxemburg und Belgien ging es fast nonstop über die Autobahnen nach Amsterdam zum Hafen Ijmuiden. (Route) Nach gut 8 Stunden und 520 km waren wir am Checkin, der im Gegensatz zu Genua geradezu ein Klacks war.

Amsterdam
Amsterdam
Amsterdam

Auf dem Motorrad sitzend, zeigten wir unsere Ausweise und Fahrscheine vor und flux waren wir eingecheckt. Zudem bekam jedes Fahrzeug Zurrgurte, um die Bikes ordentlich fest machen zu können. Dies übernahm dann aber final das Boardpersonal. Da wir die Nachtfähre nahmen, waren wir am nächsten Tag ausgeruht, als die Fähre im Hafen von Newcastle/ England einlief. Kaum  auf der Insel angekommen ging es von Newcastle weiter zur englisch/schottischen Grenze. Von dort setzten wir die Fahrt bis nach Edinburgh fort.

Schottland
Schottland

Unsere Reiseroute in Stichworten:

  • Tag 1 von Newcastle nach Edinburgh
  • Tag 2 von Edinburgh nach Braemar in den Lowlands,
  • Tag 3 über die Old Military Road A93 (eine Empfehlung von Erik Peter) Richtung Inverness zum Loch Ness
  • Tag 4 fuhren wir entlang des Cromarty Firth, Loch Shin, vorbei am Atlantik bei Lower Badcall nach Ullapool
  • Tag 5 ging es von Ullapool, vorbei am Loch Maree auf die Insel Skye nach Portree
Schottland
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Am Tag 6 war eine Rundfahrt über die Insel Skye mit anschließender Überfahrt von Armadale im Süden der Insel nach Mallaig mit der Fähre (die man unbedingt vorher buchen sollte) zum Tagesziel Fort Williams geplant. Doch ein Sturmtief machte uns einen gewaltigen Strich durch die Rechnung. Anfangs waren wir noch frohen Mutes und setzten uns in Richtung Norden der Insel in Bewegung. Doch schnell wurden wir von besagtem Sturmtief gezwungen, unsere heutige Etappe abzubrechen. Weder der “Old man of storr” war zu sehen, noch hatten wir Spaß daran uns den “Kilts Rock” näher anzuschauen. Auch den von Erik Peter empfohlene Bergpass im Norden der Insel Richtung des Örtchens Uig konnten wir nicht genießen. Im Unwetter machten wir uns auf den Weg nach Armadale zur Fähre. Doch viele Kilometer vor dem Hafen machte uns eine Anzeigentafel klar, dass der Fährbetrieb wegen des Wetters eingestellt war. Somit blieb uns nur der Umweg zurück über die Skye-Bridge aufs Festland. Wir entschlossen uns, das heutige Etappenziel in Fort Williams auf dem schnellsten Weg anzufahren. Motorrad fahren machte heute definitiv KEINEN Spaß. Zudem mussten wir fast 70 Meilen an Wegstrecke kompensieren. Das hätten wir auf der geplanten Route niemals geschafft.😒

Schottland
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  • Tag 7 von Fort Williams vorbei am Loch Linnhe, Loch Lommond, durch Killmarnock nach Prestwick
  • Tag 8 durch den Galloway Forst Park, Dumfries nach Carlisle
Schottland
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Tag 9 und gleichzeitig der letzte Tag auf der britischen Insel sollte entgegen aller Planung doch ein Fahrtag werden. Zuerst hatten wir vor, den Hadrians Wall zu besichtigen, um anschliessend auf direktem Wege nach Newcastle zu fahren und die Stadt zu besichtigen. Unsere Mitfahrer jedoch wollten gern noch etwas die Insel erkunden. Da ich im Vorfeld zwei Touren für unseren Abschlußtag geplant hatte, waren wir bereit für ein letztes Abenteuer auf englischem Boden. “Kaputte Mauern” (Originalton Manuela) standen wirklich überall zu Genüge herum. Nach dem Frühstück wurden die Motorräder ein letztes mal aufgerödelt. Wir setzten uns Richtung Warwick Bridge in Bewegung, bevor es kurz danach auf die B6413 Richtung Newbiggin ging. Eine durchaus richtige Entscheidung, die wir da gefällt hatten, die Strecke war superschön zu fahren, fast kein Verkehr und das Wetter spielte auch mit. Ein herrlicher Abschluß mit vielen Kurven, Anhöhen, und viel Stoff zum Staunen und Fotografieren. Wir bogen auf die A686 Richtung Alston ab und folgten der wunderbar geschwungenen Strasse bis auf den Hartside Pass.

England
England
England
England
England
England

Nach einer fotografischen Pause folgten wir der B6277 bis Middleton in Teesdale, bevor es dann über die B6278, vorbei am Derwent Reservoir, bis Styford ging. Ab hier ging es dann über die Schnellstrasse nach Newcastle, die Fähre wartete schliesslich nicht auf uns.

Hier noch ein kleines Video von der A686, um zu verdeutlichen, wie toll diese Strecke ist.

Unser persönliches Fazit:

Definitiv ist Schottland eine oder auch mehrere Reisen wert. Allein die atemberaubende Landschaft in den Highlands ist überwältigend. Die Strassen sind toll zu fahren, und die Schotten absolut rücksichtsvoll auf den Singletracks. Leider zeigte sich bei unserem Besuch das Wetter fünf Tage lang von seiner weniger sonnigen Seite. Dennoch haben wir es genossen, dieses schöne Fleckchen Erde zu erFAHREN. Schottland ist einfach nur ein Traumland für Motorradfahrer. Zehn Tage waren jedoch viel zu wenig Zeit, daher werden wir die Insel noch einmal bereisen. Und dann bringen wir auf alle Fälle deutlich mehr Zeit mit.

Ein Tipp zum Schluss: Die Insel Skye ist allenfalls einen Besuch wert. Wir empfehlen aber, auf eine Übernachtung in der Saison zu verzichten. Man bekommt fast keinen Platz. Zudem ist die Jugendherberge von Portree nicht besonders empfehlenswert. Wir werden Skye das nächste Mal nur als Tagesausflug besuchen und uns auf dem “Festland” der Insel eine Übernachtungsmöglichkeit suchen.

Unsere Filmreihe zur Rundfahrt in Schottland auf YouTube

Schottland Rundreise